Jugendflamme – Prüfung mit Erfolg abgelegt

Knapp 60 Jungfeuerwehrler aus der Region haben erfolgreich die „Jugendflamme“ in Laberweinting absolviert.
Am 18. April von 9 – 11:30 Uhr haben sich die Jugendfeuerwehren wieder einmal das Leistungsabzeichen, die „Jugendflamme“, verdient. Teilgenommen haben die Feuerwehren aus Geiselhöring, Leiblfing, Pfaffenberg, Mallersdorf, Metting und Obersunzing-Niedersunzing. Die Kampfrichter um Kreisbrandinspektor Werner Schmitzer prüften die 14 – 18-jährigen in insgesamt 8 Disziplinen zum Reifegrad der sogenannten Stufe 1 und Stufe 2. Um 11.30 Uhr wurden dann die Ehrennadeln feierlich verliehen und die Prüfung abgeschlossen.
Am Samstag um 9.00 Uhr fuhren alle Feuerwehren mit schwerem Gerät auf das Gelände der Grundschule Laberweinting vor. Anschließend erfolgte die Begrüßung der knapp 60 Jungen und Mädchen und ihrer Betreuer durch den Kreisbrandinspektor Werner Schmitzer. Dieser betonte in seiner Rede die Wichtigkeit der Jugendarbeit und den Werbecharakter der Veranstaltung. Großer Dank galt auch der Feuerwehr Laberweinting und der Gemeinde Laberweinting mit ihrem Stellvertreter, dem Bürgermeister, für die freiwillige Ausrichtung des Turniers. Daraufhin entrichtete BGM Johann Grau sein Grußwort. Er dankte allen Kameradinnen und Kameraden für das zahlreiche Erscheinen und das aufgebrachte Engagement. Als letzter Redner kam schließlich der erste Kommandant von Laberweinting, Marc Wieland, zu Wort. Er betonte vor den Jugendlichen in orange-blauer Uniform die Freude für die hiesige Feuerwehr dieses bekannte Ereignis ausrichten zu dürfen. Laberweinting habe zwar selbst keine Jugendfeuerwehr, dennoch sei die Förderung des Nachwuchses von großer Bedeutung. Für das leibliche Wohl während der Veranstaltung wurde mit freundlicher Unterstützung seitens der Gemeinde, des Feuerwehrvereins und der Brauerei Erl gesorgt.
Engagement nicht nur im Feuerwehrdienst
Die stufenweise Graduierung der „Jugendflamme“ sorgt für eine fundierte Ausbildung des Nachwuchses, da die Inhalte logisch aufeinander abgestimmt sind. Stufe 1 wurde von Teilnehmern der Feuerwehren Geiselhöring, Leiblfing, Mallersdorf, Pfaffenberg und Metting durchgeführt, die Prüfungen in den Bereichen Notruf, Hinweisschilder, Erste Hilfe, Strahlrohrstrecke und Knoten und Stiche abgelegt haben. Zusätzlich muss ein Nachweis über Aktivitäten im sportlichen, sozialen, kulturellen oder ökologischen Bereich erfolgen, um die Kriterien der ersten Stufe zu erfüllen. Dazu zählen z.B. das Schwimmabzeichen, eine Sporturkunde oder der Fahrradpass. Im Bereich Notruf sollten sich die Jugendlichen davon überzeugen können, dass sie im Ernstfall Ruhe bewahren können. Minutiös antworteten die Prüflinge auf die Fragen des Prüfers, der sie vor eine gedankliche Notsituation gestellt hatte. Ebenso wichtig sind das Erkennen und die richtige Deutung der Beschilderung. Die Zeichen der Wasserleitung, des Unterflurhydranten und der Gasleitung müssen richtig interpretiert werden, um einen reibungslosen Ablauf im Einsatz zu gewährleisten. Zudem gehören zum Theoriewissen die unverzichtbaren Kenntnisse über eine Erste-Hilfe-Leistung. Daher mussten die Prüflinge dafür wichtige Gegenstände, z.B. Verbandskasten und Krankentrage, im Einsatzfahrzeug finden und ihren Verwendungszweck sicher benennen können. Im Prüfungsgebiet Strahlrohrstrecke wurden Fragen zu Verteiler, Größe und Durchfluss von Schläuchen und wichtige Bezeichnungen für eine unmissverständliche Kommunikation abgefragt. Zu guter Letzt ist eine Kombination aus fundierten theoretischen Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten im Feuerwehrdienst unerlässlich. Daher mussten die Prüflinge auch im Bereich Knoten und Stiche ihr Können und Beweis stellen. Mastwurf-, Kreuz- und Rettungsknoten sowie der Zimmermannsschlag wurden vom Kreisbrandmeister Dietl Bert abgenommen.
Schritt für Schritt zum Erfolg
Wer Stufe 1 bereits absolviert hat, kann unter bereits gesteigerten Anforderungen Stufe 2 antreten. Hier schickten die Feuerwehren Geiselhöring, Leiblfing, Metting und Obersunzing-Niedersunzing ihre Mitglieder ins Rennen. Diese mussten weitere Themenberieche wie Technik in der Jugendfeuerwehr, Fahrzeug- und Gerätekunde sowie ein Hindernisparcour meistern. Die Technikprüfung kommt einem echten Einsatz sehr nahe. Dabei hörten die Prüflinge den Befehl „Zur Übung – Fertig!“ und mussten daraufhin ein Standrohr in den Unterflurhydranten setzen und eine Wasserversorgungsleitung über zwei B-Schläuche aufbauen. Dazu sollten sie mühelos B-Schläuche kuppeln, einen UFH spülen und einen Verteiler ankuppeln können. Die Kenntnisse der eingesetzten Fahrzeuge und Geräte sind ebenfalls essentiell. Jeder beliebige Gegenstand sollte vom Prüfling aufgefunden und bedient werden können. Im Hindernisparcours wurden schließlich Fertigkeiten wie Kraft, Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Teamwork unter Beweis gestellt.
Um 11.30 Uhr erfolgte dann die Verleihung der „Jugendflamme“, nachdem sich alle an dem gesponserten Essen und Trinken gestärkt hatten. Kreisbrandinspektor Schmitzer bedankte sich bei allen Teilnehmern, Helfern und Organisatoren und beendete die Veranstaltung.

(Bericht: Thomas Bauer; Bilder: Benedikt Murr)

Weiter Bilder Befinden sich in der Gallerie.